English sucks

Seltsames Phänomen: Mein Englisch wird von Tag zu Tag schlechter. Ich schäme mich und bin frustriert. Was ist mit meinem Gehirn los, warum weigert es sich, Worte zu lernen? Ich bin seit sechs Wochen hier und habe no single word dazu gelernt. Von Grammatik oder eleganten Satzwendungen ganz zu schweigen. Wenn das so weitergeht, spreche ich im nächsten Monat weniger Englisch als in der sechsten Klasse.

No improvements?!

Es ist wirklich zum Verrücktwerden. Ich kam hier vor sechs Wochen an, hatte meine ersten Begegnungen und dachte: Hey, das klappt ja ganz gut! Der Taxifahrer hat mich nach Hause gebracht, meinen Burger habe ich auch bekommen und Fettnäpfchen bei der Begrüßung meiner Kollegen sind meines Wissens nach ausgeblieben. Ein guter Start. Aber: Seitdem ist nichts Wesentliches mehr passiert an improvements. Ich fange an, die Sprachbarriere zu hassen – dieses Gefühl, sich nie genauso ausdrücken zu können wie ich es eigentlich will und bei der simpelsten Art von Sätzen stehen zu bleiben.

Das hier zum Beispiel – keine Ahnung, wie ich das übersetzen soll. Ihr?

Vor Kurzem lernte ich dann eine Frau kennen, die mal eine Zeit lang in Deutschland war. Ich erklärte ihr mein Problem und sie lachte. Das sei doch völlig normal! Im ersten Monat sei sie in Deutschland wunderbar klar gekommen. Im zweiten Monat hätte sie dann den Mund nicht mehr aufgekriegt, weil sich so viel passives Wissen angehäuft hatte, dass es das aktive Wissen verdrängte (interessante Erklärung – und ich habe sie verstanden!) und sie das Gefühl hatte, keinen sinnvollen Satz mehr heraus zu bekommen. Im dritten und vierten Monat habe sich ihr aktives Wissen dann mit dem passiven verbunden und herausgekommen sind: eine vertiefte Sprachkenntnis.

Ich hoffe, dass die junge Frau in ihrer Weisheit etwas sehr Allgemeingültiges ausgesagt hat, etwas das für alle Menschen an allen Orten zu jeder Zeit gilt. Zumindest aber für mich.

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6 Gedanken zu „English sucks

  1. This kind of problem is double dutch to me! Rein rechnerisch hab ich aber nur noch 3,5 sorgenlose wochen vor mir! Aaahhhh! I want me to stop collecting passive know how!
    Naja, alles halb so wild. Ich will jetzt nicht behaupten, das den SüdSudanesen nur eine begrenzte Menge an Weisheit zur Verfügung steht, aber bei dem was ich hier lerne, droht ein passive-knowledge-overload erst in 6 bis 7 Jahren 🙂

  2. Sorry für die deutliche Ausdrucksweise, aber ich würde das Plakat so übersetzen:
    „Besch*ssen“ hab ich schon lange hinter mir gelassen, ich hab noch nicht mal Geld für den Bus zurück nach „Besch*ssen.“

    Quasi: Mir gehts schlechter als schlecht.

    Ein ähnliches Sprachspiel findet sich auch in diesem Song:

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