Rückkehr des Schnauzbarts – It’s Movember!

Wer derzeit durch San Francisco läuft, trifft auf viele seltsame Gestalten. Schnurrbartträger! Es ist mir zunächst nur unbewusst aufgefallen. Einige der Jungs, mit denen ich im Büro arbeite, sahen irgendwie… verändert aus. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich es begriff: Sie waren dabei, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Einen Oliba, Oberlippenbart. Während Frauen aktuell mehrheitlich bezeugen, dass Mann unbedingt Bart braucht, trifft das auf diese Bartform nicht zu. Und genau deshalb ist sie bestens geeignet für eine Aktion, die den Namen „Movember“ trägt.

„Movember“ setzt sich zusammen aus Moustache (Bart) und November. Jedes Jahr im November lassen sich Männer weltweit einen Schnurrbart wachsen, um damit Spendengelder zu sammeln. Eigentlich auch, wie ich nachgelesen habe, um auf das Thema Prostatakrebs aufmerksam zu machen. Aber keiner der Männer, mit denen ich bisher über ihren neuen Oliba gesprochen habe, zog diese Verbindung. Statt dessen heißt es allgemein: wegen „Charity“. Da der Oliba so vollkommen außer Mode ist (ich entschuldige mich hiermit bei allen Ü50), klappt es wunderbar, damit ins Gespräch zu kommen. Ich selbst zum Beispiel fragte entsprechende Personen, ob sie eine Wette verloren hatten?

Die Aktion gibt es weltweit und schon seit 2003, hier scheint sie mir aber wesentlich verbreiteter zu sein als in Deutschland, wo ich davon noch nichts gesehen oder gehört habe. Lustig sind dabei die Regeln:

Erstens muss man den 1.November mit einem frisch rasierten Gesicht beginnen und sich dann zweitens den gesamten Monat über einen Schnurrbart heranzüchten. Regel Nummer drei besagt, dass der Schnurrbart keine Verbindung zum seitlichen Haaransatz haben darf. Und auch das Kinn muss, Regel Nummer vier, frei bleiben – Ziegenbärtchen gilt nicht. Regel Nummer fünf besagt: Jeder „Mo-Bro“ muss sich wie ein Gentleman benehmen“ (nachzulesen auf Presse.com).

Von Regel Nummer fünf habe ich übrigens noch nichts mitbekommen, sie scheint nicht so bekannt zu sein (oder wurde von einem Deutschen für Deutschland hinzugefügt).

Eine witzige Aktion, an der wir Frauen uns definitiv nicht beteiligen können – nur als Marketing-Gehilfinnen. Wobei eine weibliche Alternative doch eine nette Sache wäre – hat jemand eine Idee?

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7 Gedanken zu „Rückkehr des Schnauzbarts – It’s Movember!

  1. Weibliche Alternative :
    Einen Monat keine Augenbrauen zupfen. Das erfordert mindestens genauso viel Mut wie ein Schnurrbart. Und bei der weiblichen Variante fiele auch der „Jaaaaaa, ich bin so unglaublich männlich, es ist nämlich erst der 4.11 und ich hab schon einen richtigen Bart, während bei dir nur so ein süßer Flaum zu sehen ist“ – Subtext weg 😉

    • öhm… mir wurden einmal in meinem ganzen Leben die Augenbrauen gezupft. Ich habe das noch nie selbst gemacht… Warum sagt mir niemand, dass Frau das regelmäßig macht… jetzt fühle ich mich hässlich und uncool…

      • Ute, du bist wunderschön und cool. Und darfst dich über deine hellen Haare freuen. Es gibt Frauen, die sähen aus wie Theo Waigel, wenn sie nicht zupfen würden.

  2. Ich glaube man registriert sich online. Und man kann dann „an denjenigen“ spenden. Also man sammelt sozusagen um die Wette, auch in Teams. Gamification!

    Der Vorschlag meiner Frau ist super!

  3. Eine weibliche Alternative wäre, einen Monat die Achselhaare nicht zu rasieren. Würde allerdings im Sommer mehr Sinn machen. Das könnte dann Achsgust heißen.

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