I left my heart in San Francisco…

2013-01-20 09.52.33Irgendwann musste dieser Tag kommen: Mein letzter Blogeintrag aus San Francisco. Natürlich aus dem Waschsalon, denn nur hier entstehen die wirklich guten Geschichten den Lebens. Ein letztes Mal schnuppere ich den Geruch mexikanischer Reinlichkeit, während ich draußen auf der Bordsteinkante in der Sonne sitze. Heute hat es nicht einmal für einen Stuhl gereicht, weil vier mexikanische Männer im Waschsalon einen Stuhlkreis aufgemacht haben, während ihre Wäsche schon längst stumm und bewegungslos im Trockner liegt. Ich werde sie vermissen, die verwaschenen Samstage. Weiterlesen

Stanford, Dorf meiner Kindheitsphantasien

2013-01-16 00.22.07Der Campus der Stanford Universität in Kalifornien gleicht einem Dorf, das ich mir als Kind manchmal vorgestellt habe: Grünflächen zum Sonnen und Rumtoben, Straßen ohne Autos (dafür mit Fahrrädern und Skateboards) und überall ausgelassene Kinder (in diesem Fall Studenten). Vielleicht komme ich in 40 Jahren nochmal hierher zurück, um mit meinen Enkeln ein Semester lang zu studieren und ihnen beim Skateboarden zuzusehen. Weiterlesen

Die deutsche Seele

brotEs ist wunderbar, in amerikanischen Familien zu Gast zu sein. Die Herzlichkeit, in Deutschland auch schnell mal als Oberflächlichkeit abgetan, nimmt einem jegliches Fremdheitsgefühl und macht Platz für Zugehörigkeit: „Hier bin ich richtig.“ Dieses Mal sind wir in einer halb-indonesischen Familie gelandet, was die Herzlichkeit um ein Vielfaches potenziert. Chris ist mit dem deutschen Schwiegersohn befreundet, so sind wir an die Einladung nach Sacramento gekommen. Und haben dabei erfahren, dass Sacramento die Hauptstadt von Kalifornien ist („Was, NICHT San Francisco?!“) Weiterlesen

Max zieht um

4510468491_a0b58059a8Ich habe etwas sehr Verwerfliches getan: Ich habe einem Mädchen ein Kuscheltier geschenkt und seinem kleinen Bruder nicht. Zwar war ich ahnungslos, weil das Mädchen bruderlos war als ich ihm das Kuscheltier schenkte, aber Unwissenheit schützt vor schlimmen Auswirkungen nicht und so musste ich die Scherben meiner unpädagogischen Tat selbst zusammenkehren. Ausgerechnet der Berliner „Kinderteller“ hat mich gerettet! Weiterlesen

Thanksgiving: fast Friede und kein Eierkuchen (dafür Pie)

Ich wäre wahnsinnig enttäuscht gewesen, zu Thanksgiving keine Einladung in eine anständige, amerikanische Familie zu bekommen. Dieser Fall ist zum Glück nicht eingetroffen, einige Tage vor dem Fest trudelte die Einladung ins Haus. Nicht dass es in den USA keine Angebote für Menschen gäbe, die an Thanksgiving zu keiner Familie eingeladen sind – auch das gehört hier zur Thanksgiving-Kultur dazu. Aber ich wollte doch wissen, wie es in einer „typischen amerikanischen Familie“ abgeht. Weiterlesen

„Auf der 280 nach Santa Cruz.“ „Nee, auf der 1.“

Santa Cruz klingt nach Strand, Sonne, Wind, Cocktails.

Erstmal geht’s mit dem Calltrain nach Redwood City.

Auch Redwood City klingt schon nach Urlaub, Stadt der roten Wälder. Aber uns zieht es ja nach Santa Cruz.

Eine langhaarige Blondine (ehrlich wahr) sammelt uns mit ihrem roten new New-Beatle ein und die rasante Fahrt an die Pazifikküste startet. Weiterlesen

Rückkehr des Schnauzbarts – It’s Movember!

Wer derzeit durch San Francisco läuft, trifft auf viele seltsame Gestalten. Schnurrbartträger! Es ist mir zunächst nur unbewusst aufgefallen. Einige der Jungs, mit denen ich im Büro arbeite, sahen irgendwie… verändert aus. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich es begriff: Sie waren dabei, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Einen Oliba, Oberlippenbart. Während Frauen aktuell mehrheitlich bezeugen, dass Mann unbedingt Bart braucht, trifft das auf diese Bartform nicht zu. Und genau deshalb ist sie bestens geeignet für eine Aktion, die den Namen „Movember“ trägt. Weiterlesen